
Der Firmensitz und die Produktionsstätte der ScanHaus Marlow GmbH haben eine lange Tradition als Familienunternehmen. Bereits 1891 gründete Robert Kossow, der Ururgroßvater von Friedemann Kunz, Gründer und Inhaber von ScanHaus Marlow, an gleicher Stelle die Fassfabrik „R. Kossow & Levermann“ mit später angeschlossenem Sägewerk.
Nach der Enteignung 1953 wurde das Werk dem Ribnitzer Sägewerk angeschlossen und später stellte man hier Möbelteile her.
1992 erfolgte der Rückkauf der Firma aus dem Treuhandbestand durch den Ururenkel Friedemann Kunz. Damit kehrte der in Schweden geborene Unternehmer in die Heimat seiner Eltern zurück, welche Anfang der 50er Jahre aufgrund der politischen Veränderung nach Skandinavien ausgewandert waren. Schnell war klar, dass für den maroden Betrieb neue Konzepte und Geschäftsideen entwickelt werden mussten. Durch eigene finanzielle Mittel wurden die Werkhallen umfangreich saniert und ScanHaus Marlow begann seine Fertighausproduktion. Später kam ein eigenes Architektenhaus hinzu und 2008 wurde sogar ein Hotel gebaut, um u.a. die Kunden in angenehmer Atmosphäre zu betreuen.
Mittlerweile gehört das Unternehmen zu den Top 10 der deutschen Fertighaushersteller und produziert mit 300 Beschäftigten um die 500 Markenhäuser in modernster Holzrahmenbauweise pro Jahr.
Im Jahr 2005 wurde Friedemann Kunz vom Ostdeutschen Sparkassenverband zum „Unternehmer des Jahres“ im Land Mecklenburg-Vorpommern gekürt.
Friedemann Kunz wurde am 19. März 2010 vom Landeswirtschaftsminister Jürgen Seidel zum Wirtschaftsbotschafter Mecklenburg-Vorpommerns ernannt.
Anlässlich der Festaktes zum 120-jährigen Firmenjubiläum verlieh die Stadt Marlow Carl Kossow posthum die Ehrenbürgerwürde.