(Stand: 17.09.2011)
Die ScanHaus Marlow GmbH wird durch die Bundes-Gütegemeinschaft Montagebau und Fertighäuser e.V., Flutgraben 2,
53604 Bad Honnef überwacht, welche das vom RAL (Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V.)
anerkannte Gütezeichen „Holzhausbau“ – „Teil 1 Herstellung vorgefertigter Bauprodukte (RAL-GZ 422/1)" sowie „Teil 2
Errichtung von Gebäuden/Montage (RAL-GZ 422/2)“ verleiht.
Damit erhalten Sie eine verbürgte Sicherheit auf die Bau- und Materialqualität.
Bei jedem Scanhaus ist im Hauspreis bereits eine Luftdichtigkeitsprüfung (Blower Door Test) enthalten.
0 Bauzeichnungen/Vermessungsarbeiten/Lagepläne/Baugrunduntersuchungen/Standortbedingungen
Sie bekommen für Ihr Scanhaus Millimeter genaue Bauzeichnungen.
Vermessungsarbeiten (Flurkarte, Lageplan mit Höheneintrag, Lageplan mit Projekteintrag, Einmessung/Absteckung,
Feineinmessung) und Baugrunduntersuchungen sind nicht Bestandteil des Leistungsumfanges. Alle Kosten hierfür trägt der
Bauherr. Für eine technisch und wirtschaftlich einwandfreie Planung und Ausführung ist durch den Bauherrn ein geotechnischer
Sachverständiger mit der Erstellung einer bautechnischen Bodenuntersuchung zu beauftragen.
Den statischen Berechnungen sind die Erdbebenzonen 0 bis 1 (lt. DIN 4149), Höhenlagen bis 255 m über dem Meeresspiegel
zugrunde gelegt. Die Windzonen 1 – 3 (lt. DIN 1055-4) sind im Hauspreis berücksichtigt. Befindet sich das Baugrundstück in der
Windzone 4 werden die hierfür anfallenden Mehrkosten nach der Erstellung der Statik berechnet. Das Gleiche gilt für die
Erdbebenzonen 2 und 3, sowie für Höhenlagen über 255m. Insellagen erfordern ebenso eine gesonderte Kalkulation.
1.1 Allgemeines
Die Fundamentplatte gehört grundsätzlich zum Leistungsumfang eines Scanhauses.
Die Gründung und Ausführung der Fundamentplatte erfolgt nach Zeichnungen der ScanHaus Marlow GmbH.
Der Bauherr hat bei der späteren Geländeregulierung dafür Sorge zu tragen, dass sich kein aufstauendes Sickerwasser am Sockel
bilden kann (Gefälle weg vom Haus und wenn notwendig Drainageverlegung z.B. bei bindigen Böden, Hanglage, usw. …).
Eine Sockelhöhe von 30 cm wird empfohlen.
Aufbau Bodenplatte von oben nach unten:
1.2 Erdarbeiten
Ein Oberbodenabtrag und Füllbodeneinbau bis 20 cm ist im Leistungsumfang enthalten.
Nach Abschieben des Mutterbodens wird geeigneter Füllboden (Boden ohne organische Bestandteile, Füllkiese/Füllsande)
eingebaut und lagenweise verdichtet. Zusätzlicher Oberbodenabtrag und damit verbunden zusätzlicher Füllsandeinbau ist nach
Feststellung der Grundstücksgegebenheiten als separater Auftrag zwischen der ausführenden Firma der Erdarbeiten und dem
Bauherrn abzuwickeln.
Nach dem Füllbodeneinbau wird die umlaufende Frostschürze ausgehoben. Die gesamten anfallenden Erdstoffmassen werden
einseitig, mindestens 5 m von der Grundplatte entfernt abgesetzt, so dass der Montageablauf des Hauses nicht behindert wird.
Eine eventuelle Abfuhr des Bodens sowie die Anfuhr von zusätzlich benötigtem Erdstoff auf Wunsch des Bauherrn kann nur zu
seinen Lasten erfolgen.
1.3 Grundleitungen/Hausanschlussleitungen
Bevor die Bodenplatte gefertigt wird, werden die Grundleitungen verlegt. Die Schmutzwasserleitung endet kurz außerhalb der
Fundamente. Die Höhenlage der Schmutzwasserleitung ist zwischen dem Bauherrn und der ausführenden Firma aufgrund der
örtlichen Gegebenheiten (Höhe der Sohle, Höhe der Anschlussschächte etc.) festzulegen. Für Trinkwasser, Strom, Gas und
Telefon werden Leerrohre vorgesehen. Für die Verlegung der Hausanschlussleitungen (Wasser, Schmutzwasser, Strom, Gas,
Telefon, Kabel etc.) einschließlich der notwendigen Erdarbeiten ist der Bauherr verantwortlich und trägt die anfallenden Kosten.
1.4 Betonarbeiten
Die Frostschürze wird in ca. 80 cm Tiefe in Erdschalung gegründet. Die Bodenplatte wird mit einer einlagigen Bewehrung 14 cm
stark hergestellt. Es wird ein Fundamenterder nach den gültigen VDE-Vorschriften eingebaut.
Änderungen der Ausführung aufgrund der örtlichen Bodenverhältnisse sind gesondert zwischen der ausführenden Firma der Erd- und Betonarbeiten und dem Bauherrn zu vereinbaren und zu vergüten.
Aufbau Fußboden Erdgeschoss:
3.1 Außenwände
Aufbau von außen nach innen:
Putzfassade / Verblendfassade | Holzfassade |
|---|---|
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3.1.1 Fassadenaufbau
Standardmäßig werden alle Haustypen mit Putzfassade ausgestattet. Gauben werden im Standard mit Holzfassade geliefert.
3.1.1.1 Putzfassade (Standard) | 3.1.1.2 Holzfassade | 3.1.1.3 Verblendfassade |
|---|---|---|
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3.2 Innenwände
Die Innenwände bestehen aus Holzständerwerk und sind beidseitig mit einer Lage Gipskartonbauplatten beplankt. In den Bädern
werden die Wände doppelt beplankt. Die untere Lage besteht aus Gipskartonbauplatten, die obere Lage aus
Gipskartonfeuchtraumplatten. Die Isolierung der Innenwände erfolgt mit einer 60 mm Trennwandplatte aus mineralischem Faserdämmstoff.
3.3 Dachform/Dachüberstände/Ortgang
1 ½ geschossige Häuser (Satteldach) | Bungalows (Walmdach) |
|---|---|
An den Unterschlägen werden endbehandelte | An den Unterschlägen werden endbehandelte |
3.4 Decke über Erdgeschoss
Aufbau von oben nach unten:
1 ½ geschossige Häuser | Bungalows |
|---|---|
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3.5 Dachkonstruktion/Dacheindeckung
Der Dachstuhl wird aus Dachbindern erstellt. Die Dachbinder werden aus Vollholz im Werk vorgefertigt.
Die Dachfläche wird mit einer diffusionsoffenen Unterspannbahn abgedeckt. Für die Dacheindeckung werden Betondachsteine
verwendet (Standardfarben: Schwarz, Rot, Weinrot). Die Dachsteinklammern bestehen aus Edelstahl.
3.6 Dachschräge
Aufbau von außen nach innen:
1 ½ geschossige Häuser | Bungalows |
|---|---|
im Bereich der ausgebauten Wohnräume zusätzlich:
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3.7 Abseitenwände/Kniestöcke (nur 1 ½ geschossige Häuser)
Aufbau von außen nach innen:
3.8 Dachrinnen/Regenfallrohre/Fensterbänke
Die Dachrinnen und Fallrohre bestehen aus Metall (beschichtetes Stahlblech). Die Regenfallrohre enden über dem Gelände.
Der Anschluss erfolgt durch den Bauherrn.
Die Fenstersohlbänke bestehen bei Putzfassaden und Holzfassaden aus Aluminium und sind weiß pulverbeschichtet.
Bei Verblendfassaden werden die Sohlbänke als Rollschichten ausgeführt. Die Innenfensterbänke bestehen aus einem Holzverbundwerkstoff mit einer weißen Beschichtung aus Kunststoff und haben im Standard 20 cm Ausladung. In den Bädern werden die Laibungen zum Fliesen vorbereitet.
4.1 Fenster/Terrassentüren/Grundlüftung
Es werden weiße, nach innen öffnende bzw. feststehende Kunststofffenster und -terrassentüren montiert. Dabei werden
hochwertige Markenprofile mit einer 3 -fach Verglasung (5-Kammer-System) eingesetzt. Die Verglasung besteht aus Isolierglas
(UG = 0,6 W/m²K nach DIN EN 673 – bei Fenstern ohne Sprossen).
Bei Bedarf kann zwischen mehreren Sprossenvarianten gewählt werden.
Die zu öffnenden Fenster werden mit Einhand-Dreh-Kipp-Beschlag, sowie je 2 einbruchhemmenden Pilzzapfenverriegelungen,
automatischem Flügelheber und Fehlbedienungssicherung angeliefert. Die Fenster sind mit dem RAL-Gütezeichen für
Kunststofffenster zertifiziert.
Die Fugen auf der Rauminnenseite zwischen Außenwand und Fenstern werden mit Ortschaum vollständig ausgefüllt.
Jedes Scanhaus ist mit einem Grundlüftungssystem ausgestattet, welches einen gleich bleibenden Luftaustausch nahezu
unabhängig von Wind und Wetter ermöglicht. Es handelt sich hierbei um eine Lüftungseinrichtung innerhalb des Fensterfalzes.
Jeder Raum erhält mindestens ein Lüftungselement.
4.2 Haustüren
Es werden weiße, nach innen öffnende Haustüren mit Drücker/Stossgriffgarnitur montiert. Die Profile sind umlaufend stahlverstärkt.
Die Haustüren sind mit einer stabilen 3 -fach Verriegelung und zusätzlich mit 3 weiteren Fallenriegeln ausgestattet.
Drei Stahlbänder kombiniert mit einer Bandseitensicherung machen ein Aushebeln der Tür fast unmöglich.
Die Haustüren sind mit dem RAL-Gütezeichen zertifiziert.
Die Fugen auf der Rauminnenseite zwischen Außenwand und Haustür werden mit Ortschaum vollständig ausgefüllt.
4.3 Innentüren
Die Innentüren werden foliert in den Farbtönen Buche, Ahorn, Esche weiß Struktur oder Eiche geliefert.
Eine Drückergarnitur aus Edelstahl wird montiert.
4.4 Innentreppe (nur 1 ½ geschossige Häuser)
Es wird eine offene Vollholztreppe zum Obergeschoss eingebaut.
Die Treppenwangen, -stufen und -geländer sind im Standard aus Kiefer, farblos lackiert. Die Geländersprossen werden als
Rundstab geliefert. Alle Häuser erhalten eine gedämmte Inspektionsluke mit klappbarer Trittleiter zum Spitzboden.
5.1 Baustromanschluss
Der Baustromanschluss (verschließbarer Baustromverteiler) wird vom Bauherrn gestellt.
Der Bauherr übernimmt die Anschlussgebühren und die Baustromkosten.
5.2 Hausanschluss
Die Lieferung und Installation eines Kundenzählerschrankes im Hausanschlussraum einschließlich der Sicherungen und einem
Zählerplatz, ist im Hauspreis enthalten. Erfolgt der Anschluss über eine Hausanschlusssäule mit Erdkabel durch den Bauherrn,
kann keine Gutschrift erfolgen. Die Anschlussgebühren für den Hausanschluss trägt der Bauherr.
5.3 Elektroanschlusspunkte
1 ½ geschossige Häuser | Bungalows |
|---|---|
Im Kaufpreis sind 43 Elektroanschlusspunkte enthalten:
| Im Kaufpreis sind 32 Elektroanschlusspunkte enthalten:
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Diese Elektroanschlusspunkte werden in Zusammenarbeit zwischen dem Bauherrn und dem ausführenden Subunternehmen
platziert. Zusätzliche Punkte können als Teil eines Ausstattungspaketes dazu gekauft oder separat mit dem ausführenden
Subunternehmen vereinbart und verrechnet werden.
Schalter und Steckdosen sind Fabrikate der Marke Busch-Jäger. Im Standard kann bei der Bemusterung mit der Elektrofirma
zwischen Creme- und Reinweiß gewählt werden.
Nach der geltenden Landesbauordnung gegebenenfalls geforderte Rauchmelder sind nicht Bestandteil der Leistungen der
ScanHaus Marlow GmbH. Die handelsüblichen Rauchmeldersysteme sind in der Regel batteriebetrieben, so dass keine baulichen
Vorleistungen für die Installation durch den Bauherrn erforderlich sind.
6.1 Allgemeines
Der Bauherr übernimmt die Anschlüsse der Ver- und Entsorgungsleitungen vom Ausgang Ringfundament bis an die
Hauptleitungen einschließlich der notwendigen Erdarbeiten auf seine Kosten.
6.2 Leitungssysteme innen (Brauch-, Frischwasser- und Heizungsleitungen)
Es werden die kompletten Leitungssysteme innerhalb des Gebäudes montiert. Die Leitungen für Heizung, sowie Warm- und
Kaltwasser bestehen aus einem Kunststoff-Metall-Verbundrohr.
Die Wasserzuleitung innerhalb des Hauses wird bis zu der unter 6.3 spezifizierten Ausrüstung geliefert und montiert.
Zusätzliche Leitungen müssen separat berechnet werden. Grundleitungen werden über das Dach be- und entlüftet.
6.3 Sanitärausstattung
Die komplette Sanitärausstattung (Markenhersteller) wird geliefert und montiert.
Diese beinhaltet:
1 ½ geschossige Häuser | Bungalows |
|---|---|
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6.4 Heizung
Die Heizungsanlage wird als Zentralheizung für Gas montiert. Markengeräte mit Brennwerttechnik und witterungsgeführter
Regelung (wandhängendes Kombi-Gerät mit integrierter Warmwasserversorgung, Hersteller: Buderus oder anderer dt.
Markenhersteller) werden standardmäßig eingesetzt. Die Gewährleistungszeit für die Therme beträgt 2 Jahre. Im
Hauswirtschaftsraum wird ein Gasströmungswächter installiert.
Die Anzahl, Anordnung und Bemessung der Größe der Heizkörper wird nach Grundrissfestlegung durch die ausführende Firma
bestimmt.
* Zusatzausstattung Classic Line Solar KfW 70:
An Stelle des wandhängenden Kombi-Gerätes wird eine Kompaktheizzentrale bestehend aus einem Gas-Brennwertkessel mit
integriertem Schichtenladespeicher (Standgerät) und einer Solaranlage zur Warmwasserunterstützung mit zwei nebeneinander
montierten Aufdachkollektoren installiert.
Eine Baustellentoilette ist für den Zeitraum vom Montagebeginn bis zur Übergabe des Hauses im Leistungsumfang enthalten.
Maler– und Spachtelarbeiten im Innenbereich, Bodenbeläge, Fliesenarbeiten und Silikonfugen gehören nicht zum
Leistungsumfang.
Ändert sich das Gebäudevolumen durch Gebäudeerweiterung oder ein Kellergeschoss, gehen die Kosten für eine größere
Auslegung der Heizungs- bzw. Elektroanlage zu Lasten des Bauherrn.
Änderungen in Konstruktion, Ausführung und Ausstattung bleiben bei gleicher Qualität der ScanHaus Marlow GmbH vorbehalten.
Die Gewährleistung für das Bauwerk beträgt fünf Jahre nach BGB.
Nach Fertigstellung gemäß Baubeschreibung wird das Scanhaus an den Bauherren besenrein übergeben.
Alle technischen Einrichtungen werden dem Bauherren erläutert und aufgezeigt. Zur Bauabnahme liegt ein Übergabeprotokoll vor,
in dem der Bauherr durch Unterschrift den Nachweis über die ordnungsgemäße Ausführung des Bauobjektes erbringt. Mit der
Abnahme erhält der Bauherr ein Übergabeprotokoll.